Pinguine mit Lebenszeichen

Puh, kaum zu glauben, aber die Pinguine haben gestern ein klares Lebenszeichen gesendet. In einer überweite Strecken sehr harten und intensiven Partie konnten sie sich letzten endes mit 6:3 gegen die Ravensburg Towerstars durchsetzen und somit Spiel fünf erzwingen.

029_DY9C5238Knapp 3.300 Fans feuerten die Teams an, darunter auch 5-6 Ravensburger, die sich unter der Woche extra auf den Weg nach Bremerhaven gemacht hatten. Gleich nach dem ersten Bully konnten beide Seiten Chancen für sich erkämpfen, doch Cabana für die Ravensburger und Stas für die Pinguine schafften es nicht die jeweiligen Torhüter zu überwinden. Nach dreieinhalb Minuten, Stas saß wegen hohen Stocks auf der Bank, konnte Kopecky nur durch ein Foul beim Kontern gestoppt werden. Völlig zurecht gab Hauptschiedsrichter Müller einen Penalty für die Pinguine, den Kopecky mustergültig abschließen konnte und somit das Heimteam in Führung bringen konnte. Doch keine zwei Minuten später kam die Antwort der Towerstars. Bräuner brachte die Scheibe Richtung Tor, wo das Hartgummi vom Schlittschuh Voigts ins Tor der Pinguine. Unglücklich, aber lt. Schiri Regelkonform, da aus seiner Sicht weder ein Torraumabseits und auch keine Kickbewegung festzustellen war. Man begann also wieder bei Null. Der Man des heutigen Abends war sicherlich Jan Kopecky. In der vierzehnten Spielminute fuhr er bis in den Slot und zog einfach mal trocken ab! Die Scheibe sauste unhaltbar in den oberen rechten Winkel. Die Pinguine lagen also wieder in Front und gingen mit dieser 2:1 Führung auch in die erste Pause.

Im zweiten Drittel begannen die Gäste mit einer starken Phase und drückten mächtig auf das Tor der Pinguine. Krestan verpasste das Tor der Pinguine nur knapp und auch Langwieder konnte die Scheibe nicht direkt aufs Tor bringen. Hannus scheiterte an Jaeger, aber Kapzan konnte die den Puck dann irgendwie an Jaeger vorbei ins Tor bringen, wodurch die Gäste wieder ausgleichen konnten. Es war ein schönes, spannendes Spiel! Die Fans auf den Rängen gaben alles und feuerten ihre Teams an. Und nur 69 Sekunden nach dem Ausgleichtreffer konnten die Pinguine die Führung wieder an sich reißen. Victor Beck erzielte nach einem Schuss von Patrik Beck ein Abstaubertor und somit führten die Pinguine wieder! Fünf Minuten später war es erneut Victor Beck, der diesmal einen Schuss von Fatyka unhaltbar abfälschte. Die Pinguine führten nun also mit 4:2. In der 40. Minute schlug dann Kopecky wieder zu. Erneut ein Abstaubertor, Kopecky stand am langen Pfosten und die von Rohde abgeprallte Scheibe landet quasi direkt auf seinem Schläger! Somit ging es mit einer 5:2-Führung in die Pause.

Zu Beginn des letzten Drittels konnte Rinke dann per Bauerntrick die Scheibe ins Tor der Towerstars befördern. 6:2 und die Halle stand Kopf. Stimmungstechnisch war das ein sehr schöner Abend und auch das Ergebnis passte. Vier Minuten später folgte eine sehr unschöne Situation über die an vielen Stellen bereits heiß diskutiert wird. Hier meine Meinung dazu: Ralf Rinke will Hannus auf dem Eis mit einem Check erwischen, Hannus weicht aus und beide krachen Knie gegen Knie aneinander. Hannus geht darauf verletzt zu Boden und muss vom Eis begleitet werden, aber auch Rinke musste vom Eis! Er kassierte eine 5 + Spieldauerstrafe, was in meinen Augen vollkommen okay ist. Rinke hier in irgendeiner weise Absicht zu unterstellen, nach dem Motto: Er wolle den Gegner verletzten, etc. halte ich für weit hergeholt!

Hier die Situation im Video (Dank Pinguins TV):

Die Ravensburger hatte noch zig Chancen ran zu kommen, in der fünf Minuten Strafe mussten die Pinguine sogar noch nach einem Stockschlag auf Kopecky verzichten, was den Towerstars zwei Minuten in doppelter Überzahl brachte. Cabana verpasste freistehend das leere Tor und somit den Anschlusstreffer für die Gäste. Langwieder konnte die Scheibe aber noch 4 Sekunden vor Ende der doppelten Überzahl an Freund und Feind vorbei ins Tor der Pinguine befördern und den 6:3-Endstand herstellen. Die Pinguine mussten noch zweimal in Unterzahl agieren, dann folgte – angezettelt von den Provokationen von Ravensburgs Slavetinsky – eine Schlägerei, die einige Strafen zur Folge hatte. Dies konnte am Sieg der Pinguine aber nicht mehr rütteln und somit führen die Towerstars die Serie nur noch mit 3:1 an.

Am morgigen Donnerstag könnte die Ravensburger den Sack zu machen. Die Pinguine hingegen haben die Chance ein sechstes Spiel zu erzwingen, welches dann am Samstag in Bremerhaven stattfinden würde.

Hier gibt es nun noch einige Stimmen vom nach dem Spiel

und die anderen Viertelfinals:

Lausitzer Füchse – Bietigheim Steelers 2:4 (Serie: 3:1 für Bietigheim)
Starbulls Rosenheim – Landshut Cannibals 6:3 (Serie: 3:1 für Rosenheim)
Heilbronner Falken – Schwenninger Wild Wings 1:3 (Serie: 3:1 für Schwenningen)
Fischtown Pinguins – Ravensburg Towerstars 6:3 (Serie: 3:1 für Ravensburg)