Wochenend-Rückblick #6 CC-Edition

Puh, dieser Wochenend-Rückblick wird lang… sehr lang sogar! Ein Wochenende – vier Mannschaften – sechs Spiele. Ok, ich gebe zu, ich habe nicht alle Spiele komplett gesehen, aber dennoch war es ein hartes Wochenende. Vorab muss ich aber erstmal sagen, dass ich mir keine große Hoffnung auf irgendeinen Sieg gemacht hatte. Zu Tief saß bei mir die Enttäuschung der letzten Spiele. Aber schauen wir doch mal, wie das Wochenende nun wirklich lief?!

So, schauen wir nun also erstmal auf den FREITAG.

In der ersten Partie stand sich die Tilburg Trappers und die Belfast Giants gegenüber. Belfast mit vier Spielern, die in der früheren 2. Eishockey Bundesliga nicht gerade unbekannte Gesichter waren. Robby Sandrock spielte unter anderem für die Hannover Indians, den EHC München, die Schwenninger Wild Wings und mit den Iserlohn Roosters und den Grizzly Adams Wolfsburg sogar in der DEL. Calvin Elfring war unter anderem in Bietigheim und lange Zeit in Straubing aktiv. Dann war da noch Mike Kompon, der lange Zeit für den EHC München auf Torjagd ging. Last but not least wäre noch Kevin Saurette zu erwähnen, welcher neben Kaufbeuren und Crimmitschau auch die Pinguine als ehemaligen Arbeitgeber auf der Liste stehen hat. Die übrigen Spieler der drei angereisten Teams waren für mich auf den ersten Blick eher unbekannt. Vielleicht war das auch einer der Gründe, dass nicht gerade viele Zuschauer an diesem Wochenende den Weg in die Eisarena fanden.

Nun aber zurück zur Partie der Trappers gegen die Giants. Die Giants stellten im mittel Abschnitt die Zeichen auf Sieg und bezwangen die Trappers mit 4:1.

Statistik

Übrigens wer Lust auf Statistiken hat, der findet nach jeder kleinen Zusammenfassung ein Link zu den sehr ausführlichen Statistiken der IIHF.

In der zweiten Partie des Freitags trafen unsere Pinguine auf die bulgarischen Gäste von CSKA Sofia. Für mich eigentlich einer der Favoriten, mit einigen Spielern die immerhin KHL-Erfahrung vorweisen können. Irgendwie wurde ich überrascht. Sofia war alles andere als ein Favorit. Die Pinguine spielten nicht gut, schafften es aber dennoch Sofia mit 6:2 zu besiegen. Der Knoten platze gefühlt im letzten Drittel und ich glaube, dass dieser Sieg sehr wichtig für dieses Wochenende war. Als Torschützen für die Pinguine konnten sich Viktor Beck, Jaroslav Hafenrichten, Kapitän Marian Dejdar und dreimal Brendan Cook eintragen. Das Tor der Pinguine hütete an diesem Abend Jonas Langmann, der lt. IIHF 28 von 29 Schüssen parierte. Die Pinguine feuerten übrigens 48 Schüsse auf das Tor hab.

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Am Samstag trafen dann als erstes die Giants aus Belfast auf Sofia. Für mich eine interessante Partie um zu sehen WO unsere Pinguine an diesem Wochenende stehen. Die Giants, die einige feierfreudige Fans mitgebracht hatten gewannen ebenfalls mit 6:2 gegen Sofia.

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Abends dann die Partie zwischen Tilburg und unseren Pinguinen. Das Tor der Pinguine hütete erwartungsgemäß Jaeger an diesem Abend. Nach seinem Auftritt in Weißwasser hatte ich erstmal ein ziemlich mieses Gefühl, wurde aber eines besseren belehrt. Die 20 Schüsse, die Tilburg auf das Tor der Pinguine abfeuerte konnte er jedesmal halten bzw. parieren. DAS dürfte ihm auf jeden Fall Selbstvertrauen gegeben haben. Die Pinguine bezwangen Tilburg also zu null und erzielten selbst vier Tore durch Jan Kopecky, wieder Jaroslav Hafenrichter und diesmal mit einem Doppelpack Brendan Cook. 4:1 also hier der Endstand.

Statistik

Kommen wir nun als zum Sonntag. Wäre es ein Turnier-Wochenende gewesen, dann wären die Paarungen des kleinen und des großen Finals genau richtig gewesen. Zu erst mussten Sofia und Tilburg ihre Kräfte messen. Lange Zeit sah es gut für Sofia aus, aber im letzten Drittel drehte Tilburg einen 4:2-Rückstand und gewann letzten Endes mit 4:5. Die Entscheidung fiel nur 30 Sekunden vor Ende.

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Am Abend dann das aufeinander treffen der beiden führenden in dieser Gruppe. Die Pinguine mussten sich den Giants stellen. Das war nicht nur ein Duell auf, sondern auch neben dem Eis, denn es waren zahlreiche Fans aus Belfast angereist, die ihr Team lautstark unterstützen. Auf dem Eis war es ein ebenbürtiges Spiel und so war es kein Wunder, dass es nach dem ersten Drittel 1:1 und nach dem zweiten Drittel 2:2 stand. Die Tore für die Pinguine erzielten bis hierhin Marian Dejdar und Jan Kopecky. Auf Seiten der Giants traf Mike Kompon mit einem Doppelpack. Im letzten Drittel hatten wohl sich schon fast alle auf eine Verlängerung eingestellt, aber nicht die Pinguine, die unbedingt diese drei Punkte haben wollten und so erzielte Brock Hooton. Er stand am lange Pfosten, bekam den Puck und versenkte ihn im Tor der Giants.  Die erhöhten natürlich den Druck um den Ausgleich zu erzielen und nahmen zum Ende hin auch den Torhüter vom Eis. Der Druck stieg und stieg, aber Jan Kopecky konnten eine Sekunden vor Schluss die Pinguine erlösen und den Puck ins verwaiste Tor befördern. Das war eine echt schöne und spannende Partie.

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Nach der Partie wurde dann noch ordentlich gemeinsam mit den Fans aus Belfast gefeiert. Das war schon sensationell gut!

Fazit/Aussicht

Habe nun lange überlegt, was ich hier nun schreiben soll. Ist nun etwa alles gut bei den Pinguinen? Bringen diese drei Siege die Wende? Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. Sicherlich haben diese drei Siege Selbstvertrauen gebracht, aber dennoch würde ich behaupten, dass noch nicht alles Gold ist was glänzt… Die Passquote ist in meinen Augen noch viel zu schlecht. Oft ist mir aufgefallen, wie die Jungs um Mike Stewart nicht den Puck nicht richtig oder gar nicht treffen. Ich bin gespannt, was sie nun in den Ligenalltag mitnehmen. Freitag kommt Kassel und der Aufsteiger aus Hessen belegt derzeit einen sehr guten dritten Rang in der Tabelle der DEL 2. DANACH können wir gucken, wo wir stehen. Ich würde dieses Wochenende nun nicht zu sehr werten wollen.

Wie geht es weiter im Continental Cup?

Auch eine nicht ganz unberechtigte Frage, oder? Tja, die Pinguine müssen Ende November nach Ritten. Dort findet die dritte Runde des Continental Cups statt. Die Gegner werden hier die Herning Blue Fox, die Yertis Pavlodar und Ritten Sport sein. Die Pinguine wollen nun auf jeden Fall auch bis ins Finale marschieren und die Deutsche Fahne im Internationalen Turnier aufrecht halten. Als letztes Deutsches Team stand übrigens Landshut in der dritten Runde des Continental Cups 2012/2013. Sie verloren hier ihre drei Spiele und zogen nicht in das Finale ein. Vielleicht können es die Pinguine ja besser machen?

Und nun seid mal bitte ganz ehrlich! Wer von euch hat diesen Bericht mit gut 1.050 Wörtern wirklich komplett gelesen?