Saison 2015/2016 – Eintrag #22

Heute geht es um das erste Spiel im Viertelfinale gegen die Eislöwen aus Dresden. Dieses fand gestern in der mit 4.422 Zuschauern ausverkauften Eisarena in Bremerhaven statt. Vor dem Spiel machten sich die Fans des Kontrahenten aus dem Elbtal direkt „Freunde“ auf Seiten der Pinguins-Fangemeinte. Mit einem Banner mit der Aufschrift „Popiesch RAUS! … aus den Play-offs“ begrüßten sie ihren Ex-Trainer. Ich persönlich finde ja, dass solche Sticheleien völlig in Ordnung sind. So lange es keine Beleidigungen gibt, ist doch alles okay. Und ich glaube, dass es für beide Seiten (Popiesch und die Eislöwen) eine ganz besonder Serie ist.

Playoff-Viertelfinale Spiel 1

1. Drittel

Den ersten Schuss aufs Gehäuse gaben am gestrigen Abend die Eislöwen ab, aber Sacher brachte die Scheibe genau auf Jerry Kuhn, der den Puck sicherte. Nach dieser Chance bildete sich ein kleines Rudel. Unnötig dabei die Aktion von Eislöwe Vladislav Filin, der direkt von der Bank kommt und sich in diese Rudelbildung einmischte und Tim Miller mit einem Stockschlag bearbeitete. Dumm, dass einer der Hauptschiedsrichter aber direkt daneben stand und ihn nach 36 Sekunden nach Spielbeginn für 2 Minuten auf die Strafbank schickte. Die daraus resultierende Überzahlsituation dauerte gerade mal 13 Sekunden. Dann schlugen die Pinguins das erste Mal an diesem Abend zu. Stieler legt die Scheibe quer auf Dejdar, der direkt abzieht und Dresdens Torhüter Brett Jaeger keine Chance ließ. Chancen gab es weiterhin auf beiden Seiten, aber die Pinguins hatten mehr von diesem Drittel. Was aber natürlich auch an den sechs Strafminuten lag, die die Gäste kassiert hatten. Die Pinguins gingen zumindest was die Strafen angingen im ersten Durchgang leer aus, aber auch aus den vielen Chancen konnten die Pinguins in diesem Drittel nicht mehr viel raus holen und so ging es mit einer 1:0-Führung in die erste Pause.

McPherson

Quelle: spfoto.de

2. Drittel

Im zweiten Drittel kamen die Gäste besser ins Spiel. Sie erkämpften sich ein paar mehr gute Möglichkeiten und so war es auch kein Wunder, dass es in der 35. Spielminute im Kasten der Pinguins klingelte. Fast identisch mit dem Tor der Pinguins netzte Arturs Kruminsch zum Ausgleich ein. Und damit noch nicht genug. Die Vorlage von Michael Endraß war dabei schon ein echtes Highlight. Durch die Beine spielte er den Pass auf Kruminsch, der freistehend den Puck ins Tor befördern konnte. Damit aber noch nicht genug. Nur wenige Sekunden später nahm Harrison Reed maß und hämmerte die Scheibe an Kuhn vorbei in die Maschen. Das Blatt hatte sich nun gewendet und es sah auch erstmal nicht so aus, als würden die Pinguins dem Ausgleich näher sein, als die Gäste dem nächsten Treffer. Zum Glück kam es dazu nicht, aber dennoch mussten die Pinguins mit einem Rückstand in die Pause gehen.

image (1)

Quelle: spfoto.de

3. Drittel

Nun hieß es für die Pinguins also Gas geben. Alles oder nichts, Sekt oder Selters. Den Heimvorteil wollte man sich auf keinen Fall nehmen lassen. Schade, dass dieser Plan scheinbar nicht auf gehen wollte. Nach einer Rettungstat von Andrei Teljukin gab das Schiedsrichtergespann berechtigterweise einen Penalty für die Eislöwen. Den Schuss von Arturs Kruminsch konnte Jerry Kuhn aber mit der Fanghand parrieren. Sollte das Kraft für die Pinguins geben? Hätte sein können. Wenn es so war, dann war es nur kurz so, denn gute zwei Minuten kassierten die Pinguins eine Matchstrafe. Ein total kurioser Moment. Patrick Klöpper checkt seinen Gegenspieler gegen die Bande. Einer der Hauptschiedsrichter stand goldrichtig mit Blickrichtung zu dieser Situation und ließ weiterlaufen. Keine Strafe angezeigt. Fast 60 Sekunden später – im Eishockey eine lange Zeit – wurde das Spiel unterbrochen. Brock Hooton lag nach einem unabsichtlichen hohen Stock von Campbell auf dem Eis. Hier waren sich sicher alle einig, dass es eine Strafe gegen die Eislöwen hätte geben müssen. Das Schiedsrichtergespann diskutierte und nachdem einer der Linienrichter den Hauptschiedsrichter noch ein Wurm ins Ohr gesetzt hatte musste Patrick Klöpper mit einer Matchstrafe vom Eis. Ich will nicht sagen, dass Klöpper hier KEIN Strafe verdient hat, aber

  1. halte ich eine Matchstrafe für zu viel,
  2. warum darf ein Linienrichter das beurteilen
  3. der Hauptschiedsrichter hatte ein optimalen Blick auf die Szene, warum hat er diese Strafe nicht schon eher ausgesprochen,
  4. Was wäre im Falle eines Tores für die Pinguins passiert und
  5. warum in aller Welt hat Campbell keine zwei Minuten wegen hohen Stocks bekommen?

Die fünf-minütige Unterzahl Situation überstanden die Pinguins schadlos. Daraus konnten die Pinguins nun aber Kraft ziehen ohne sich selbst dabei ein Bein zu stellen. Als die Dresdner wegen Spielverzögerung auf einen Mann verzichten mussten, fälschte Cody Lampl einen Schuss von Gabe Guentzel unhaltbar an Brett Jaeger vorbei ins Tor.  Es waren noch gute acht Minuten zu spielen, also noch viel Zeit für beide Teams den Sieg in Spiel Eins zu holen, ABER… der Gewinner sollte erst in der Verlängerung ermittelt werden und so ging es mit einem 2:2 nach der regulären Spielzeit in die Verlängerung.

Hooton

Quelle: spfoto.de

1. Verlängerung

Die Verlängerung lief fast vier Minuten, als die Pinguins mit Hilfe von David Stieler einen Schlusspunkt setzten. Er fuhr quer vor das Tor und konnte die Scheibe mit einem schönen Schuss an Jaeger vorbei in die Maschen befördern.

Tore

1. Drittel

1:0 Marian Dejdar (David Stieler , Pawel Dronia) (PP1)

2. Drittel

1:1 Arturs Kruminsch (Michael Endraß)
1:2 Harrison Reed (Petr Macholda)

3. Drittel

2:2 Cody Lampl (Gabe Guentzel , Jan Kopecký) (PP1)

Overtime

3:2 David Stieler (Alexander Nikiforuk , Andrei Teljukin)

Das Spiel in Zahlen

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Pressekonferenz

Highlights

Interviews

Vorschau

Am morgigen Sonntag geht es mit Spiel 2 in Dresden weiter.

Die beiden Hauptschiedsrichter sind Simon Aicher und Willi Schimm.

Als Linesmen werden Seedo Janssen und Nikolaj Ponomarjow.

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