Saison 2015/2016 – Eintrag #28

Während ich diese Worte schreib haben wir Freitag, den 25. März 2016 und es ist jetzt 20:00 Uhr. Viele werden jetzt vielleicht auf der Couch vor dem Fernseher sitzen, Essen oder ins Kino gehen oder oder oder… Ich hingegen sitze vor einem Blogeintrag, der das gestrige Spiel der Fischtown Pinguins, welches vor 24 Stunden statt gefunden hat, beschreiben soll. Genau vor diesen 24 Stunden war ich und sicherlich auch der ein oder andere Leser noch voller Euphorie. Voller Zuversicht. Voller Hoffnung, dass die Pinguins die Serie, in der sie mal 1:3 zurückgelegen hatten mit 4:3 gewinnen würden. Kein Wunder… die Pinguins hatten sich mit den Fans im Rücken in die Serie zurückgekämpft. Spiel 5 und auch Spiel 6 in Dresden brachten dieses Gefühl, dass die Pinguins nach dem Start noch ins Halbfinale kommen würden. Die Ausfälle von David Stieler, Jan Kopecky und Brock Hooton minderten dieses Gefühl nicht. Oft genug hat man gesehen, dass die Pinguins Ausfälle jeglicher Art kompensieren können.

Playoff-Viertelfinale Spiel 7

1. Drittel

Und dann begann das Spiel und nach gerade mal 22 Sekunden mussten die Fans der Pinguins ansehen, wie ihr Team in Rückstand geriet. Die Dresdner wollten eigentlich die Scheibe tief ins Drittel spielen. Die Scheibe blieb am Linesman hängen und landete bei Marius Garten. Der legte die den Puck auf Tomas Schmidt ab, der damit die sehr früher Führung für die Gäste erzielen konnte. Na ja, noch war ja nichts verloren und die Pinguins konnten knapp 5 Minuten später durch Jordan Owens ausgleichen. Er bezwang den Gästegoalie Marvin Cüpper am kurzen Pfosten. Wer nun dachte, dass dieses Tor bei den Pinguins Energien freisetzte, der sollte sich täuschen. In der 8. Spielminute holten sich die Dresdner die Führung zurück. Bei angezeigter Strafe sah die Verteidigung der Pinguins hier mehr als schlecht aus. Und wieder war es Marius Garten, der die Vorlage zum Tor gab. Seinen Querpass verwandelte Teemu Rinkinen mustergültig zur 2:1 Führung für die Gäste. Damit aber noch nicht genug in den ersten 20 Minuten. Vladislav Filin und erneut Teemu Rinkinen erhöhten sogar auf 4:1 aus Sicht der Gäste. Das war bitter. Von den Bremerhavenern war in diesem Drittel nur wenig zu sehen. Es gab einfach zu viele Fehlpässe, zu viele Stockfehler und irgendwie zu wenig Biss. Und so ging es mit einem 1:4 Rückstand in die erste Pause und der anfänglichen Euphorie folgte bei mir nun eine gewisse Unsicherheit. 8 zu 17 Torschüsse waren natürlich schon ein klares Signal. Ich hoffte, dass Trainer Thomas Popiesch die richtige Worte in der Pause finden würden und die Pinguins sich noch mal aufbäumen würden.

Owens

Quelle: spfoto.de

2. Drittel

Ich sollte mich irren, denn die vielen Fehler blieben. In der 38. Spielminute erhöhten die Gäste dann sogar auf 5:1 durch Dominik Grafenthin. Ich weiß gar nicht, was ich zu dieser Leistung sagen soll. Einige im Team wussten noch dagegen zu halten, aber ohne Erfolg. Mir fehlen hier immer noch die richtigen Worte. Und so werfen wir ein Blick ins letzte Drittel der Saison.

Am Boden

Quelle: spfoto.de

3. Drittel

Das dritten Drittel war quasi ein Ebenbild zum zweiten Drittel. Die Gäste hatten nun einen Gang zurückgeschaltet und die Pinguins waren scheinbar nicht zu mehr in der Lage als das was man bisher an diesem Abend gesehen hatte. Wo waren die Pinguins, die die erste Hälfte der Hauptrunde dominiert hatten. Wo waren die Pinguins, die sich im 5. und 6. Spiel in die Serie zurück gekämpft hatten? Der Unsicherheit folgte nun die Gewissheit, dass die Eislöwen den Pinguins heute einen Herzstoß versetzen würden und sie in den Abgrund der Sommerpause schicken würden. Und so kam es auch. In der 42. Spielminute erhöhte Vladislav Filin auf 6:1 für die Gäste und setzte damit den Schlusspunkt. Dieses Spiel war… in meinen Augen… das wohl schlechteste Spiel der Saison der Pinguins. Nach 60 Spielminuten folgte der Abpfiff. Leere, Traurigkeit, Unverständnis… all dies machte sich in mir breit. Natürlich auch, weil die Pinguins ausgeschieden waren, aber vor allem weil mir das WIE einfach unverständlich ist. Auch heute – fast 24 Stunden danach – habe ich es noch nicht begriffen. So viel Licht und Schatten in einer Saison habe ich noch nicht erlebt.

Eislöwen

Quelle: spfoto.de

Tore

1. Drittel

0:1 Tomas Schmidt ( Mark Cullen , Marius Garten )
1:1 Jordan Owens ( Tim Miller , Cody Lampl )
1:2 Teemu Rinkinen ( Mark Cullen , Marius Garten ) (bei angezeigter Strafe)
1:3 Vladislav Filin ( Marius Garten , Dominik Grafenthin )
1:4 Teemu Rinkinen ( Mark Cullen , Marius Garten )

2. Drittel

1:5 Dominik Grafenthin ( Michael Endraß , Patrick Baum )

3. Drittel

1:6 Vladislav Filin ( Jeffrey Szwez , Arturs Kruminsch )

Das Spiel in Zahlen

Spiel_in_Zahlen

Pressekonferenz

Die Tore

Und nun?

Tja, hier folgte zu letzt immer die Vorschau auf das kommende Spiel bzw. das kommende Wochenende. Dies bleibt nun aus… Nun muss das Ausscheiden erstmal verdaut werden. Dies wird bei mir sicher noch ein bis zwei Tage dauern. Keine Pinguins mehr, kein Eishockey mehr, kein Liveticker mehr… Die Sommerpause beginnt und viele Menschen, denen man durch das gemeinsame Interesse immer Nahe ist in so einer Saison wird man nun wohl ein paar Monate nicht sehen.

Natürlich hat die Sommerpause aber auch was positives… man hat für andere Dinge mehr Zeit. 🙂 Zum Beispiel: grillen, Spieleabende, etc. pp.

Und es gibt noch was positives… Die Frankfurter Löwen waren vor uns in der Sommerpause! *schmunzel*

Nun werden viele Gerüchte kommen und Spieler werden kommen und viele Spieler werden wohl auch gehen. Im Weser-Kurier stand heute:

Prey: „In diesem Sommer werden uns übermäßig viele Spieler in Richtung DEL verlassen.“ Darüber hinaus, sagt er, werde man „mit einigen Spielen aus dem Kader nicht mehr weiterarbeiten wollen“. Die Planungen für die neue Mannschaft seien bereits „relativ weit fortgeschritten“. Auch in der kommenden Spielzeit sollen Verteidiger Cody Lampl und Kapitän Marian Dejdar wichtige Säulen des Teams werden, sagt Prey: „Nach zwölf Jahren bei uns in Bremerhaven gehört Marian einfach zum Verein – und das bleibt auch so.“

Quelle: Weser Kurier

Ich hoffe, dass neben „the beard“ Lampl und „el Capitano“ Dejdar doch noch der ein oder andere bleibt. McPherson zum Beispiel. Spaßvogel McPherson ist vielleicht kein Topscorer, aber er polarisiert und kann das Team und die Fans mitreißen. Ich würde mich aber auch freuen, wenn „the old man“ Mr. Biene Maja Teljukin noch ein Jahr dran hängt. Das sind aber nur zwei der vielen Spieler auf meiner Wunschliste für die Saison 2016/2017. Und ich freue mich jetzt schon auf die neue Spielzeit mit einem hoffentlich guten Kader in dem vieles Stimmt und einem Trainer, der von Beginn an ein gutes Händchen hat.

Gibt es eigentlich ein Überblick, wer noch alle ein Vertrag hat für die kommende Saison? Hat irgendjemand da mal eine Übersicht?

Jetzt warten wir erstmal auf die Saisonabschlussveranstaltung und dann wird sicherlich die ein oder andere Personalie bald irgendwo veröffentlicht. Nun heißt es also abwarten und Tee trinken!  Nicht den Kopf in den Sand stecken…

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